Baugenehmigung für Zillecampus: Berlins erstes klimapositives Büroprojekt

19.12.2022

Das konsequente Umsetzen heutiger Möglichkeiten klimaschonenden Bauens in Verbindung mit ressourcenschonendem Erhalt vorhandener Bausubstanz charakterisieren das Bauprojekt Zilllecampus in Berlin-Charlottenburg und machen es zu einem ökologisch-sozialen Leuchtturmprojekt.

Baugenehmigung für Zillecampus: Berlins erstes klimapositives Büroprojekt

Baugenehmigung für Zillecampus: Berlins erstes klimapositives Büroprojekt

  • ·CO2-Bindung übersteigt durch 100%-Holzbauweise und Bestanderhalt die CO2-Emission

  • Klimaneutraler und energieautarker Betrieb dank Geothermie, Photovoltaik und energieeffizientem Bauen

  • Redevelopment als Erhalt und Sanierung des Bestandsgebäudes sowie Ergänzung dreier Neubauten aus Holz mit in Summe 13.655 m² Bürofläche

  • Nach Cradle-to-Cradle-Grundsätzen geplant und entwickelt

  • Gesundheit und Wohlbefinden der Nutzer im Fokus

  • Geplanter Baubeginn: Frühjahr 2023

Unweit des Ernst-Reuter-Platzes zentral in der Berliner City-West gelegen, errichtet assiduus³ das Ensemble mit vollständigem ESG-Impact für die deutsche Hauptstadt. Der Zillecampus wird 13.655 Quadratmeter hochmoderne und flexible Büroflächen bieten. Er umfasst sowohl das Redevelopment eines Bestandsgebäudes, das in den 1960er-Jahren errichtet wurde, als auch die Errichtung von drei ergänzenden Neubauten in Holzarchitektur. Ein ebenfalls auf dem 7.500 Quadratmeter großen Areal befindliches Wohnhaus wird erhalten. Das Vorhaben erhielt nun die Baugenehmigung, der Baubeginn ist für Frühjahr 2023 geplant.

Klimaneutral und vollständig kreislauffähig

Das Bestandsgebäude wird vollständig saniert, bereits auf dem Areal verbaute Betonelemente und Ziegel werden entweder erhalten oder anderweitig wiederverwertet. Ausgebaute Bauteile werden über die Baumaterialienplattform „Concular“ wiederverwendet, dadurch werden Ressourcen, Abfall und CO2 messbar eingespart.

Die Neubauten werden zu 100 Prozent in klimapositiver innovativer Holzarchitektur – ohne Hybrid-Beton-Komponenten - errichtet. Die technische Gebäudeausrüstung verfolgt einen High-Tech-Ansatz in der Energieerzeugung und einen Low-Tech-Ansatz in der Energieverwendung.

Für einen klimaneutralen und energieautarken Betrieb im Bereich Kühlen und Heizen sorgt ein eigenes Geothermie-Feld mit 72 Sonden in 99,5 Metern Tiefe. Die Anlagentechnik aus Geothermie und Wärmepumpen wird betrieben über die auf dem Dach befindliche, rund 1.300 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage. Dadurch kann der Zillecampus im gesamten Jahresverlauf durch auf eigenem Grundstück generierte Energie beheizt und gekühlt werden, d.h. 100% CO2-neutral und unabhängig von jeglichen externen Energiequellen und entsprechenden Marktpreisentwicklungen. Die Fenster öffnen zur natürlichen Belüftung in einen ruhigen, intensiv begrünten Innenhof.

Alle verbauten Baumaterialien sind kreislauffähig und werden im Materialkataster „Madaster“ zur späteren Wiederverwendung erfasst.

Sozialer Impact und Gesundheit ist wichtiger Teil des Konzepts

Doch nicht allein die herausragende Ökobilanz steht bei dem Bauvorhaben im Zentrum, sondern zugleich auch das S von ESG. Im Innenbereich kommen ausschließlich allergikerfreundliche Materialien zum Einsatz, zertifiziert mit dem ECARF-Siegel durch die AFBA (Allergy Friendly Building Alliance). Auch das Raumklima, die Lichtverhältnisse sowie die Gestaltung des begrünten Hofs sind darauf ausgerichtet, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Nutzer zu fördern. Die Kriterien für die Gesundheit und das Wohlbefinden werden laufend gemessen und zertifiziert nach WELL v2 – ein Vorzertifikat wurde in der höchsten Kategorie Platin erteilt.

Außerdem setzt das Projekt auf einen positiven Impact im Bereich Mobilität: Auf dem optimal an das Berliner Bus- und U-Bahnnetz angebundenen Zillecampus entstehen ausschließlich Inklusions-Kfz-Stellplätze, zudem eine hochmoderne und komfortable Abstelleinrichtung für Zweiräder.

Die ESG-Performance des Zillecampus wird in GRESB, ergänzend zum assiduus³ ESG-Impact Scoring, erfasst.

Die Fertigstellung des Projekts erfolgt voraussichtlich Ende 2024.

Visualisierung: ©Partner und Partner Architekten

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